Künstlerischer Lebenslauf
Ingeborg Leuthold, Meisterschülerin bei Schmidt-Rottluff

Gemälde
 
Menschen
elegisch
in der Landschaft
in der Fabrik
City-Indiens  S. 4 · 5
Rocker, Disco
 
Technik  S. 7 · 8
Anne Meckel, Realismus
 
Christopher Street Day  S. 9 · 10 · 11 · 12
Mathes Schweinberger,
Notizen zum Christopher Street Day
berlinartinfo No 39,
Christopher Street Day und Loveparade
Druckgraphik  S. 13 · 14 · 15 · 16 · 17
 
Loveparade  S. 18 · 19 · 20
Druckgraphik
 
Tiere
Brehms Tierleben
Schmeils Naturwissenschaftliches Unterrichtswerk
 
Reisebilder  S. 22 · 23 · 24
Friedhof
Kakteen
 
Stillleben
Konstruktivismus
Toteninsel  S. 28 · 29
in der Landschaft  S. 30 · 31 · 32 · 33
in der Küche  S. 34 · 35 · 36 · 37
im Speisezimmer  S. 38 · 39 · 40 · 41
 
Druckgraphik
Arbeit und Freizeit  S. 42 · 43
Landschaften  S. 44 · 45 · 46
 
Wollbilder  S. 47 · 48 · 49
Ellen Markgraf, Zwischenwelten
 
Kataloge
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Christopher Street Day  2000  Öl auf Leinen  Triptychon  160x380 cm

Mathes Schweinberger
Notizen zum Christopher Street Day
Der Christopher Street Day, heute eher als lustig-bunte Parade in den Medien präsent, bezieht seine Bedeutung eigentlich aus gänzlich anderen Quellen. Als sich am 28.6.1969 in der Christopher Street, New York, in der als Treffpunkt für schwule Männer bekannten Bar „Stonewall Inn“ die anwesenden Gäste massiv gegen eine Razzia der New Yorker Polizei wehrten und die Polizisten in die Flucht schlugen, war das ein historischer Wendepunkt. Erstmals in der dokumentierten Geschichte der Homosexuellen ließen sich diese nicht mehr wie Lämmer zur Schlachtbank führen, nahmen die Opferrolle nicht hin und hatten Erfolg. Bisher hatten tief sitzende Schuldgefühle der einzelnen schwulen Männer eine Solidarisierung miteinander und eine gemeinsame Identität verhindert. Die Unruhen in der Christopher Street flackerten noch mehrere Tage immer wieder auf, eigentlich eher ein kleiner Bürgerkrieg als eine Kneipenprügelei. So rechnen etwa alt gediente Kämpfer der Schwulenbewegung mit „vor Stonewall“ und „nach Stonewall“, wie Alt68er „vor Woodstock“ oder „nach Vietnam“ gebrauchen. In historischen Kategorien handelt es sich also bei der karnevalistischen-fröhlichen Parade um einen Triumphzug. Die aggressiv zur Schau getragene Sexualität soll den Spießern auch das errungene Mehr an unverklemmter Lebensfreude vor Augen führen. Im Lauf der Jahre hat sich die Parade auch weiblichen Homosexuellen (Lesben) geöffnet, was in manchen Städten Paraden von mehreren hunderttausend Menschen ermöglichte. Der Christopher Street Day wird als „beweglicher Feiertag“ gefeiert an verschiedenen Wochenenden, Ende Juni / Anfang Juli. „Feier-Profis“ reisen von Stadt zu Stadt, um so möglichst auf allen Umzügen dabei zu sein.